ABSTIMMUNGEN

NEIN zu den beiden AHV-Vorlagen

Mehr Arbeit, weniger Rente: Mit der AHV-Vorlage sollen Frauen mehr in die AHV-Kasse einbezahlen, indem sie ein Jahr länger arbeiten und so weniger Rente beziehen. In den nächsten zehn Jahren werden den Frauen die Renten dadurch um insgesamt 7 Milliarden Franken gekürzt. Das bedeutet für jede Frau rund 26’000 Franken Rentenverlust.

Und das ist nur der erste Schritt. Die Pläne für Rentenalter 67 für alle liegen auf dem Tisch. Gleichzeitig wird mit der AHV-Vorlage auch die Mehrwertsteuer erhöht – und zwar in einer wirtschaftlichen Situation, in der die Kaufkraft der Menschen bereits stark unter Druck ist.
Kurz gesagt: Wir alle bezahlen mehr, während bei der AHV gekürzt wird! Deshalb empfiehlt die SP Graubünden 2x Nein am 25. September.

NEIN zur Abschaffung der Verrechnungssteuer

Mit der geplanten Abschaffung der Verrechnungssteuer auf inländischen Obligationen erhalten einige wenige Grosskonzerne neue Sonderrechte. Sie werden begünstigt, wenn sie Geld am Kapitalmarkt besorgen. Gleichzeitig fördert die Abschaffung die Steuerkriminalität von Grossanlegern und Oligarchen. Das führt insgesamt zu Steuerausfällen von jährlich bis zu 800 Millionen Franken. Der Bund schätzt, dass davon rund 500 Millionen ins Ausland abfliessen. Am Schluss muss die Bevölkerung einmal mehr für die Kosten aufkommen. Deshalb empfiehlt die SP Graubünden ein Nein zur Abschaffung der Verrechnungssteuer.

JA zur Massentierhaltungsinitiative

Die industrielle Tierproduktion nimmt auch in der Schweiz laufend zu. Tiere in der Landwirtschaft wie Kühe, Hühner oder Schweine sind bis heute ungenügend geschützt. Trotz ihrer Leidensfähigkeit werden sie zum Produkt herabgewürdigt, als Ware gemästet und in grossen Beständen auf kleinem Raum gehalten. Hochleistungszucht, Produktivitätssteigerung und der Trend zu Massentierhaltung sind keine zukunftsgerichteten Lösungen, weshalb die SP Graubünden ein Ja zur Initiative empfiehlt.