Für unsere kantonale Volksinitiative fehlen noch viele Unterschriften – und die Zeit wird knapp. In Graubünden fehlt es flächendeckenden bezahlbarem Wohnraum. Ganze Dorfteile stehen zeitweise leer, während junge Menschen, Familien und Arbeitnehmende kaum noch eine Wohnung finden und gezwungen sind, wegzuziehen. Die SP Graubünden hat deshalb die kantonale Initiative «Für mehr bezahlbaren Wohnraum» lanciert. Sie fordert einen Wohnraumfonds von 100 Millionen Franken, mit dem Gemeinden und gemeinnützige Wohnbauträger beim Landkauf unterstützt werden. Der Markt hat versagt, nun braucht es echte Lösungen. Danke, dass ihr mithelft: Druckt den Unterschriftenbogen aus, sammelt in eurem Umfeld mindestens fünf Unterschriften und werft den ausgefüllten Bogen anschliessend in den Briefkasten. Ihr möchtet auch an einer gemeinsamen Sammelaktion teilnehmen? Bei Interesse meldet euch gerne direkt bei eurer Regionalsektion oder bei uns.
🏔️ Politik im Kanton
Abschiede, Neuanfänge und der Hitzesommer
Zum ersten Mal nach den Wahlen ist Ende August der Grosse Rat zusammengetreten. Für unsere Fraktion galt es die Nachfloge von Beatrice Baselgia als Fraktionspräsidentin zu regeln und die neu gewählten Mitglieder in den Ratsbetrieb einzuführen. Inhaltlich reichte die SP Vorstösse zur Bewältigung künftiger Hitzewellen ein.
Als Präsidenten wählte die Fraktion einstimmig Andri Perl, der nach ein paar Jahren Politpause, zurück im Grossen Rat ist. Unser ehemaliger Parteipräsident durfte zusammen mit Beatrice unsere neuen Ratsmitglieder in ihre Arbeit einführen: Johanna Bardill aus dem Kreis Schiers, Claudia Bieler aus dem Kreis Davos, Nilani Sunthar aus dem Kreis Chur und Davide Vassella aus dem Kreis Poschiavo. Mit dem Landquarter Gemeindepräsidenten ehemaligen Fraktionspräsidenten Andreas Thöny ergänzt zudem ein weiterer erfahrener Rückkehrer die 14 Bisherigen in der Fraktion. Am Fraktionsabend während der Augustsession nahmen verabschiedeten die aktuellen und ehemaligen Grossrät:innen Beatrice gebührend.
Hitzesommer mit Konsequenzen
Inhaltlich hat die SP-Fraktion in der ersten Session der neuen Legislatur unter anderem Anfragen zum Hitzesommer und zur Trockenheit eingereicht. Einerseits steht dabei die Frage nach den Folgen für Natur, Forst- und Landwirtschaft im Fokus. Andererseits will die SP wissen, wie schwerwiegend die steigenden Temperaturen für die Gesundheit der Bündner Bevölkerung sind – und welche Schlüsse wir daraus ziehen müssen. Der Kanton tut gut daran, eine noch ehrgeizigere Klimapolitik zu verfolgen. Graubünden muss sich aber leider bereits für die katastrophalen Folgen der Erhitzung wappnen
🗳️Parolen
Für die kantonalen und nationalen Abstimmungen vom 27. September 2026 empfehlen wir:
❌ NEIN zur Neutralitätsinitiative der SVP, da sie Sanktionen gegen Kriegsverbrechen und Völkerrechtsverletzungen verunmöglichen würde.
❌ NEIN auch zur Ernährungsinitiative – das Ziel ist zwar richtig, doch die geforderte Umsetzung innert zehn Jahren ist nicht realistisch.
✅ Ein klares JA zum Stimmrechtsalter 16 in Graubünden, damit die Stimme der junge Menschen mehr Gewicht bekommt.
📅 Was läuft? – Termine & Events
Klimademo «Keine 50-Grad-Sommer!» – 25. September 2026, 17.30 Uhr, Kornplatz Chur
Die Klimakrise trifft die Schweiz durch immer häufigere und intensivere Hitzewellen. Ohne einen grundlegenden Kurswechsel in Politik und Wirtschaft drohen bis zur Mitte des Jahrhunderts Sommertemperaturen von bis zu 50 °C. Deshalb rufen Organisationen schweizweit zu Klimademos im September auf – in der Deutschschweiz finden die Demos am 25. September statt.
Alle Termine und weitere Infos findet ihr auch auf unserer Website: sp-gr.ch